Bohnenkraut:
Bohnenkraut, das ätherisches Öl, Gerbstoffe und Vitamin C enthält, wird bei uns fast nur zum Würzen von Bohnengemüse verwendet. Dabei würzt es auch viele andere Gerichte hervorragend. Dazu gehören Erbsen, Linsen und diverse Eintöpfe aus Hülsenfrüchten, die durch dieses Kräutlein deutlich bekömmlicher werden. Dafür werden frische oder getrocknete Zweige bei der Zubereitung der Speisen mitgekocht. Aber Vorsicht: Bohnenkraut würzt sehr intensiv, daher das Kraut dem Gericht nur "beilegen" und vor dem Servieren entfernen. Das frische, pfeffrig-scharfe Aroma macht sich aber auch bei gekochtem Lammfleisch wohltuend bemerkbar. Bohnenkraut - ob frisch oder getrocknet - passt auch sehr gut zu großen, vor allem fetten Braten vom Schwein oder Hammel, wie auch zu im ganzen gebratenen Fischen wie Karpfen, Aal und Makrele. Die frischen, jungen Blätter harmonieren sehr gut mit zartem Fleisch, etwa vom Kalb oder Geflügel (Kalbsragout, Hühnerfrikassee), mit gebratenem Fisch oder Fisch in der Folie. Für Rohkost und Salate taugen nur ganz frische Blätter, die sehr fein gehackt werden, da sonst der pfeffrige Geschmack unangenehm werden könnte. Man mischt sie am besten unter die Vinaigrette.

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