2 Jahre ·übersetzen

Unsere Abgeordneten wollen eine Reform ihrer Alterszuwendungen.

Oberflächlich bzw. flüchtig betrachtet, ganz toll. Doch 1) Diese extreme Schieflage ist nicht neu und 2) Wir befinden uns in Vorwahlkampfzeit. Lezzteres kann unumwunden als "fishing by Wählergunst" gesehen werden. So soll eine "interfraktionelle Arbeitsgruppe" in der nächsten Legislaturperiode (oder der übernächsten, der über-übernächsten) Reformvorschläge erarbeiten. Spätestens an dieser Stelle darf herzhaft gelacht werden. Und mal ganz ehrlich...wen stört der Unmut in der Bevölkerung? Letztlich doch niemanden dieser an die Selbstbedienung Gewöhnten. Abgesehen davon, dass die "Bemessungsgrundlagen" für die Altersbezüge geradezu absurd unverschämt sind, ist eine Reform überfällig. Nach 27 abgesessenen Jahren mit 67% der letzten Bezüge, also rund 7.000 Euro in den Ruhestand zu gleiten, das hat was feudalistisches. Aber nochmal, lassen wir uns nicht verscheissern, diese Diskussion ist nicht mehr als Schattenboxen. Wenn man so will: Valium für's Volk.
Im Übrigen, auf EU-Ebene hat dies eine ganz andere Dimension, und dort denkt niemand an eine "Reform" der Vorteilsnahme. Selbst in den Bundesländern und den Kommunen, dürfte solch Prozess der "Bescheidenheit" eher auf ein "Na und" stossen. Vergessen wir also dieses Täuschungsmanöver und wenden uns der Realität zu, und die wird von Nehmertypen geprägt - die dann letztendes auch in der "interfraktionellen Arbeitsgruppe" sogenannte Lösungen erarbeiten sollen. Auch an dieser Stelle: Laut lachen.